Bei einer doppelt exzentrischen Absperrklappe ist die Drehachse zweifach versetzt — einmal hinter die Dichtebene und einmal aus der Rohrmitte. Die Klappenscheibe schwenkt dadurch beim Öffnen sofort aus dem Sitz heraus, statt darin zu reiben. Das reduziert den Verschleiß an der Dichtung, senkt die Betätigungsmomente und verlängert die Standzeit über hohe Schaltzyklen. Die Doppelflansch-Bauform ergänzt dieses Prinzip um beidseitig angegossene Vollflansche: Jede Rohrleitungsseite wird separat verschraubt, die Armatur trägt Rohrleitungskräfte mit und bleibt einseitig demontierbar.
Fergo liefert die doppelt exzentrische Absperrklappe als Baureihe AX100 im Nennweitenbereich von DN200 bis DN2000 — den größten Nennweiten im gesamten Absperrklappen-Programm. Gehäuse und Klappenscheibe bestehen aus Sphäroguss GGG50, die Klappendichtung aus EPDM. Die Flanschanschlüsse decken PN10 und PN16 nach DIN EN 1092-1 ab, die Baulänge folgt der DIN EN 558-1 Reihe 14. Über den Aufbauflansch nach ISO 5211 nimmt die Doppelflansch-Absperrklappe wahlweise ein Getriebe mit Handrad, einen Elektromotor oder einen pneumatischen Schwenkantrieb — einfachwirkend oder doppeltwirkend — auf.
Typische Einsatzfelder sind Wasserversorgung und Wassertransportleitungen, Kühlwasser- und Kraftwerkskreisläufe, Abwassertechnik, Bewässerungssysteme und der Anlagenbau mit großen Rohrleitungsquerschnitten. Für kleinere Nennweiten und kompakte Einbausituationen stehen dagegen die doppelexzentrischen Ausführungen in Zwischenflansch-Bauform und in Anflansch-Bauform mit Gewindeaugen bereit. Einen Überblick über alle Bauformen gibt die Absperrklappen-Übersicht.