Eine Anflansch-Absperrklappe — auch Gewindeaugen-Absperrklappe, Anflanschklappe oder Lug-Absperrklappe genannt — trägt angegossene Augen mit Innengewinde am Gehäuseumfang. Stiftschrauben greifen dadurch von jeder Flanschseite separat in das Gehäuse ein. Jede Rohrleitungsseite lässt sich deshalb einzeln lösen, ohne die Gegenseite zu berühren. Die zentrisch gelagerte Klappenscheibe öffnet und schließt mit einer Vierteldrehung um 90 Grad. Genau diese einseitig lösbare Verbindung unterscheidet die Anflansch-Bauform von der eingeklemmten Zwischenflansch-Absperrklappe.
Fergo liefert die Anflansch-Absperrklappe in sieben Baureihen — von der wirtschaftlichen Anflanschklappe AK201 über die konfektionierbare AK211, die Edelstahl-Ausführung AK203 und die DVGW-Varianten AK211G und AK211W bis zur PTFE-Anflanschklappe AK131 und zur doppelexzentrischen Hochleistungsklappe AX131. Der Nennweitenbereich reicht von DN25 bis DN600. Die Anschlussmaße folgen PN10 und PN16 nach DIN EN 1092-1, optional mit Flanschbohrung nach ANSI Class 150. Der Kopfflansch nach ISO 5211 nimmt Handhebel, Getriebe sowie pneumatische und elektrische Schwenkantriebe auf.
Typische Einsatzfelder sind Wasser- und Abwassertechnik, HLK-Anlagen, Chemie- und Prozessindustrie, Gasversorgung, Lebensmittelproduktion und Energietechnik. Stehen dagegen beide Leitungsseiten dauerhaft unter Druck und ist kein einseitiger Ausbau nötig, genügt meist die kompaktere Zwischenflansch-Bauform. Für Unterdruck- und Prozessanwendungen ergänzt zudem die Vakuum-Absperrklappe mit vulkanisiertem EPDM-Sitz das Anflansch-Programm.