Ein Disco-Rückschlagventil — auch Scheibenrückschlagventil oder Wafer-Rückschlagventil genannt — verhindert den Rückfluss des Mediums über eine federbelastete Scheibe. Die Scheibe öffnet in Strömungsrichtung und schließt, sobald der Durchfluss nachlässt oder sich umzukehren droht. Weil eine Feder die Scheibe aktiv zuhält, schließt das Ventil lageunabhängig, schnell und bereits bei sehr niedrigem Differenzdruck. Die kompakte Zwischenflansch-Bauform wird ohne eigene Flansche zwischen zwei Gegenflansche geklemmt und spart dadurch Baulänge, Gewicht und Kosten.
Fergo liefert das Disco-Rückschlagventil in den Baureihen RV108 und RV110 sowie in den GESTRA-Baureihen RK76, RK44 und RK86. Gehäuse, Scheibe und Feder bestehen aus Edelstahl; als Sitzwerkstoff stehen metallisch, EPDM, NBR, FKM/Viton oder PTFE zur Wahl. Der Nennweitenbereich reicht von DN15 bis DN200, der Nenndruck von PN6 bis PN160 sowie ANSI Class 150 und 300. Die Baulänge folgt der DIN EN 558-1 Reihe 49 (kurz) oder Reihe 52, was den normgerechten Austausch in bestehenden Leitungen vereinfacht.
Disco-Rückschlagventile bewähren sich bei sauberen Flüssigkeiten und Gasen — in der Wasseraufbereitung, in HLK-Anlagen, in der Chemie- und Prozesstechnik, an Pumpen- und Verdichteraustritten sowie in Dampf- und Kondensatsystemen. Für Medien mit Feststoffanteil oder starker Verschmutzung eignen sich dagegen die Rückschlagklappen besser, für senkrechte Steigleitungen die Kugelrückschlagventile. Einen Überblick über alle Bauformen gibt die Rückschlagventile-Übersicht.